Schleifen ohne Staub - geht das denn?

Puuh, Staub und nochmals Staub. Schleifen gehört ja nicht zu den beliebtesten Vorarbeiten, ist aber für ein gutes Ergebnis meist notwendig. Im Freien schleifen spart zumindest das Abstauben der Umgebung.

 

Staubmasken sind zwar lästig, schonen aber die Atemwege. Für Brillenträger gibt es die Luxusausführung mit Ventil. Verhindert  beschlagene Gläser.

  • handschleifen
  • maschinell schleifen
Rätselhafte Zahlen - die Wahl des Schleifpapieres.

 

Schleifpapier gibt es  in verschiedenen Körnungen, sprich in Abstufungen von sehr rauh bis sehr fein.

 

Die Körnung wird mit  Zahlen in Zehnersprüngen angegeben -  zum Beispiel  Korn 40, 60, 80, 120........  Je höher die Zahl, desto feiner das Korn.

 

  •  30 - 60  zum Entfernen von Lack- und Leimschichten
  •  80 - 100  zum Vorschleifen von sehr rauen Holzoberflächen
  • 120 - 180 zum Feinschleifen von Holzoberflächen
  • 200 - 600 wird zum Zwischenschliff beim Lackieren und in der Metallverarbeitung verwendet.

Schleifpapier wird in Bögen und Rollen angeboten. Der Verbrauch  kann vor allem bei großen Möbelstücken mal schnell ins Geld gehen.

 

Durch geschickte Falttechniken lässt sich zumindest jeder Zentimeter bis zum letzten Korn ausnützen.                              

 

Welche Pinsel Du wirklich brauchst

 

Rundpinsel, Flachpinsel, Naturborsten, synthetische Borsten, die Auswahl ist groß.

 

Mit Flachpinseln erzielt man eine relativ glatte Oberfläche, mit geringfügigen Pinselspuren.

 

Rundpinsel lassen die Oberfläche strukturiert, ein Ergebnis, das beim Shabby Stil oft erwünscht ist.

 

Ob Natur- oder synthetische Borsten ist mehr eine Frage der persönlichen Vorliebe. Borsten, die sich gerne im Lack festkleben, verlieren beide.

 

Als Wachspinsel eignen sich Rundpinsel mit dichten, festen Borsten besonders gut.

Mit Flachpinseln in 2-3 verschiedenen Breiten und 2 Rundpinseln, ebenfalls in verschiedenen Größen, ist man anfangs ausreichend ausgestattet.

 

Zum Erzielen einer glatten Oberfläche verwendet man aber dann doch besser eine Rolle. Schaumstoffrollen gibt es auch in jeder gewünschten Breite und sie liefern gute Ergebnisse.

Wie pflegst Du Pinsel richtig?

 

Gleich nach Gebrauch auswaschen heißt die Parole. Am wenigsten Mühe macht es, die noch feuchten Pinsel sofort zu reinigen.
Falls doch mal ein Pinsel hart geworden ist - in einem Schälchen mit dem jeweiligen Lösungsmittel aufweichen lassen, bis die Borsten wieder beweglich sind.
 Für wasserlösliche Farben (Acryllack, Kreidefarbe) reicht Seifenwasser zur Reinigung.

 

Den ersten Schwung Farbe entferne ich unter fließendem Wasser, warmes Seifenwasser folgt zum gründlich Ausspülen, dann wieder unter den Wasserhahn zum Klarspülen.

 

Wenn sich im Pinsel schon Farbklümpchen gebildet haben, hilft es meist, den Pinsel mit einer Drahtbürste "durchzukämmen". Ist aber für die Borsten strapaziös.

 

Wasser fließt gerne in Richtung der Metallmanschette des Pinsels und bringt diese zum Rosten. Zum Trocken auf Zeitungspapier legen, erst im trockenem Zustand mit den Borsten nach oben lagern.

 

In Zeitungspapier einwickeln hält die Borsten schön gerade - falls man Pinsel flach lagert.

 

Nicht wasserlösliche Lacke, Schellack und Ölfarben lassen sich nur mit den entsprechenden Lösungsmittel reinigen.

 

Die Farbe vom Pinsel gut abstreifen - geht am Besten auf Zeitungspapier, Lack- und Ölfarbe mit Nitroverdünnung, Terpentin oder Terpentinersatz säubern.

 

Schellack löst sich gut mit Spiritus. Danach nochmals mit warmen Seifenwasser durchspülen, mit klarem Wasser nachspülen.

 

Kann man mit Kreidefarbe auch Stoffe färben?

Hier gilt offensichtlich auch, geht nicht -  gibt's nicht. Ein kleiner Lampenschirm mit Stoffbezug in verblichenem Rot ist mein Erstversuch.

 

 

 

 

 

Ursprünglich in einem satten Tomatenrot ist der schon in die Jahre gekommene Lampenschirm zu einem matten Rosa verblichen. Das ideale Versuchsobjekt für das Kreidefarbeexperiment.

 

 

 

Ein Traum - einfach satt mit Farbe einstreichen - ein geradezu sinnliches Erlebnis. Mal abwarten, wie die Farbe aussieht, wenn die Lampe eingeschaltet ist.